Ausgewählte Kritiken - Rezensionen  
 
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Rezension „Aloha – Briefe aus Hawaii" – Biene Tanner
„Bücherschau“, Nr. 1/2009
 
   
   
 
     
 
 
     
  Manfred Chobot  
   
 
Der Gruftspion
  „Aloha! – Briefe aus Hawaii“
     
   

Wien: Sonderzahl

     
    2008      
   

201 Seiten

     
    - kt. : € 16,00 (DR)      
   

ISBN 978-3-85449-289-4

     
           
               
 
   
     
     
 

In 14 Briefen schreibt Manfred Chobot über Hawaii, die hawaiianische Sprache, Botanik, Geologie, Geschichte, Politik, Religion und Tradition.
Der 1947 in Wien geborene Schriftsteller erzählt, dass unser Wort Tabu vom hawaiianischen Wort kapu kommt, das Gesetz bedeutet und eine Vielzahl von Verboten ist, dass Adelbert von Chamisso 1837 die erste hawaiianische Grammatik erarbeitete, dass Kane, Ku, Lono und Kanaloa die vier Hauptgötter neben 40.000 weiteren Göttern sind, wann die Inseln besiedelt wurden, dass Surfen eine kultische Zeremonie und Privileg der Adeligen war, dass es früher verboten war, dass Männer und Frauen gemeinsam ihre Mahlzeiten einnahmen, dass König Kamehameha II. London besucht hat und eine Woche später an Masern starb, dass der Preuße Wilhelm I. seinen musikalischen Untertan Heinrich Berger an König Kalakaua schenkte, der dann 43 Jahre lang Leiter des „Royal Hawaiian Orchestra“ war, und viele weitere interessante Fakten und Geschichten zu Hawaii und seinen internationalen Beziehungen.
Immer wieder tauchen die geschwisterliche Inzucht bei den Königen und später der amerikanische Einfluss und Pearl Habor auf, wobei stark die eigenständige Kultur und Zivilisation Hawaiis durchdringt. Da die Briefe weder Ort, Datum oder Adressaten haben, könnten die Ausführungen auch in reiner durchgehender Erzählform gehalten sein. Ein lehrreicher Mix aus Reiseführer, Sachbuch und Lesereise – spannend, interessant und bereichernd!

Biene Tanner

 
 
 
 
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